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Webbaukasten, Webeditor oder Shopsoftware
HannoMax
Veröffentlicht von Jörn in Webseite planen und erstellen · 6 September 2022
Tags: webseiteerstellen

Webbaukasten, Webeditor oder Shop-Software

Ein Webeditor ist eine Software, mit der sich Webseiten erstellen lassen. Der Markt unterteilt sich in Editoren, die auf deinem lokalen Rechner installiert werden und Online-Webeditoren die direkt auf deinem Hosting laufen. Online-Editoren lassen sich weiter in Editoren mit und ohne Hoster Bindung unterteilen. Alle drei Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile.


Online-Webeditoren mit Hoster Bindung (Webbaukästen)

Dein Provider stellt dir einen vorinstallierten Webbaukasten mit einer grafischen Benutzeroberfläche zur Verfügung.
Die Anpassung der Seite erfolgt im Login Bereich deines Providers. Diese Pakete sind in ihren Optimierungsmöglichkeiten meistens sehr beschränkt. Eine professionelle Suchmaschinenoptimierung ist dort nur schwer möglich.

Zudem ist die Erweiterbarkeit dieser Systeme meistens sehr begrenzt. Wenn du eine kommerzielle Webseite betreiben willst, wirst du schnell an deine Grenzen stoßen. Zudem bist du vollständig von deinem Provider abhängig. Lässt dessen Hosting Qualität nach, kannst du nicht ohne Quellcode Verlust zu einem anderen Provider wechseln. Wird ein Provider Wechsel notwendig, zieht das unweigerlich eine technische Neuentwicklung des Projektes nach sich!

Weiterhin besitzt du kein Backup deines Quellcodes oder deiner Datenbank. Stürzt deine Webseite ab, bist du vollständig von deinem Provider abhängig. Geht dein Provider in Konkurs, kannst du deine Seite nicht zu einem anderen Anbieter transferieren. In beiden Fällen gehen dein Quellcode und deine (Kunden) Daten verloren.
Nach meiner Erfahrung eignen sich diese Baukästen nur für private Seiten.


Online-Webeditoren ohne Hoster Bindung

Der Vorteil von Hoster unabhängigen Online-Editoren ist, dass du nur einen Webbrowser und eine Internetverbindung benötigst. Du kannst somit Orts unabhängig arbeiten, auch wenn du deinen persönlichen PC bzw. Laptop mal nicht dabeihast. Zudem kannst du deinen Online-Zugang mit Kollegen teilen oder ihnen eigene Benutzer einrichten. Deinem SEO-Dienstleister könntest du zum Beispiel Benutzer mit reduzierten Berechtigungen einrichten. Infolge können mehrere Benutzer gleichzeitig an deinem Projekt arbeiten, was die Entwicklungszeit sehr verkürzen kann. Die Mehrbenutzerfähigkeit ist ein klarer Vorteil gegenüber lokalen Softwareinstallationen auf z.B. einem Windows oder Apple PC. Multiuserfähige Online-Editoren eignen sich daher für mittlere und große Projekte.

Der Nachteil von Online-Editoren ist, dass du live an deiner Website arbeitest und deine Änderungen sofort sichtbar werden. Arbeiten mehrere Personen gleichzeitig an einem Projekt können diese Ihre Änderungen gegenseitig überschreiben, dies kann zu Konflikten, beschädigten Quellcode und Softwareabstürzen führen.

Möchtest du größere Änderungen vornehmen und diese parallel testen, benötigst du eine zusätzliche Testumgebung. Weiterhin liegt dein gesamter Quellcode beim Webhoster. Geht dieser Konkurs oder schlagen dessen Backups fehl kannst du deinen gesamten Quellcode verlieren. Wird deine Website gehackt, stürzt sie bei einem Software-Update, Datenbank Fehler oder Installation eines Zusatzmoduls ab, besitzt du keine Kopie des letzten lauffähigen Quellcodes. Du solltest deine Website daher regelmäßig sichern und auf einem externen Datenträger ablegen. In eine Websitesicherung gehören alle Dateien sowie eine Kopie aller angeschlossenen Datenbank(en).

Viele Online-Editoren bieten dafür kostenlose Sicherungssoftware von Drittanbietern an. Diese kostenlosen Versionen beinhalten gewöhnlich nur Grundfunktionalitäten. Für ein professionelles Projekt empfiehlt sich die Vollversion zu kaufen, was oft mit einem Jahresabonnement verbunden ist.

Online-Webeditoren z.B. WordPress werden oft als kostenlose Systeme angepriesen. Vom Prinzip stimmt das, für private Webseiten reichen die Grundfunktionen oft aus. Benötigst du weitere Funktionen wie ein professionelles Layout, eine Firewall, ein automatisches Backup oder einem professionellen Editor werden kostenpflichtige Zusatzmodule fällig. Diese Systeme können sich somit schnell in eine Abofalle mit hohen Folgekosten verwandeln.

Die Zahl der Modul Anbieter ist oft überwältigend groß, zudem ist die Qualität der Module gemischt. Es besteht eine nicht unerhebliche Gefahr, dass sich die Module unterschiedlicher Hersteller gegenseitig behindern und zu Abstürzen führen. Für kommerzielle Webseiten sind eine professionelle Backupsoftware, sowie regelmäßige Backups daher Pflicht!

Mein Tipp:
Bevor du dich für ein System entscheidest, wirf einen Blick auf den Marktplatz des Anbieters. Prüfe stichprobenartig:
  • Welche Modul Kategorien gibt es?
  • Welche Module Kategorien könnten für dich interessant werden?
  • Mit welcher Qualität ist die Zusatzsoftware bewertet?
  • Welche durchschnittlichen Zusatzkosten werden pro Modul und Theme fällig?
  • Wie hoch sind die jährlichen Update Kosten?

Vermutlich wirst du mir zustimmen, dass der Markt sehr unübersichtlich ist und hohe Folgekosten entstehen können.
Berücksichtige zudem, dass Kosten für jede deiner Webseiten anfallen. Betreibst du mehrere Webseiten musst du die Module mehrfach erwerben.


Lokale Webeditoren (Anwendungssoftware)

Lokale Webeditoren installierst du auf deinen persönlichen Windows oder Apple PC. Einen Webprovider oder eine permanente Internetverbindung benötigst du vorerst nicht. Du kannst deine Webseite über Wochen oder Monate in Ruhe entwickeln, designen und testen. Wenn du mit deiner Webseite zufrieden bist, lädst du diese ins Internet hoch. Erst ab diesem Zeitpunkt benötigst du einen Webprovider bzw. Hosting Paket.

Professionelle Webeditoren beinhalten ein eingebauten FTP Client, mit dem du die Webseite bequem veröffentlichen und aktualisieren kannst. Deine Original Texte und Bilder liegen auf deinem PC, das Hosting enthält lediglich eine Kopie der (eingebundenen) Daten. Somit besitzt du bereits eine (eingeschränkte) Sicherheitskopie deiner Daten.

Bitte berücksichtige, dass viele Editoren ihren Quellcode in Projektdateien ablegen, diese werden nicht auf den Webserver übertragen. Nicht eingebundene Ressourcen werden ebenfalls nicht auf den Webserver übertragen. Daher solltest du dein Projekt bzw. PC regelmäßig auf einer externen Festplatte sichern.

Alternativ kannst du eine Kopie deiner Projektdateien, in einem privaten Verzeichnis deines Hoster sichern. Die hat den Vorteil, dass du eine externe Sicherung besitzt falls z.B. Deine Wohnung abbrennt.

Einige Professionelle Editoren beinhalten zudem kostenlose Bilder, die du in deine Website einbauen kannst. Hinzu kommen kostenlose Zusatzobjekte und Designvorlagen des Herstellers. Einige Editoren bieten sogar Online-Shop-Funktionalitäten und Bezahlmethoden an.

Dein Vorteil ist, dass du alles aus einer Hand erhältst. Du musst dir keine Sorgen machen ob die Objekte aufeinander abgestimmt sind oder Inkompatibilitäten hervorrufen. In Supportfällen hast du es mit nur einem Anbieter zu tun.
Im Gegensatz zu den Online-Editoren kann es dir nicht passieren, dass Hersteller die Verantwortungen von sich weisen und Fehlerbehebungen mit Hinweis auf andere Anbieter verweigern.

Manche Anbieter besitzen zudem einen angeschlossenen Marktplatz, wo du weitere Premium Module und Design für wenig Geld erwerben kannst.

Lokale Webeditoren eignen sich für kleine bis mittelgroße Projekte, an denen du meist allein arbeitest.
Professionelle Software, kannst du bereits für eine Einmalzahlung von 50 bis 200€ erwerben. Im Kaufpreis ist oft bereits ein Jahr Update und Support enthalten. Ab dem zweiten Jahr fallen in der Regel 30% bis 50% des Kaufpreises für Update und Support an.

Wenn du die Software gekauft (nicht gemietet) hast, kannst du diese in der Regel auch nach Ablauf des Support Zeitraums weiter nutzen. Du musst lediglich auf Updates und Unterstützung verzichten. Ich würde jedoch empfehlen den Support beizubehalten. Die aktuellen Konditionen findest du in den AGB der Anbieter.

Lokale Webeditoren sind nach meiner Erfahrung die günstigste Variante, um Webseiten zu entwickeln. Ein weiterer Vorteil ist, dass du mit Ihnen mehrere Webseiten erstellen darfst. Ihr Nachteil ist, dass es schwierig ist mit mehreren Personen gleichzeitig an einem Projekt zu arbeiten.

Lokale Webeditoren, mit denen ich gute Erfahrungen gesammelt habe, sind:
  • Magix Web Designer“ (Geeignet für Designer und Anwender ohne HTML Kenntnisse.)
  • Website X 5“ (Geeignet für Anwender die mehr Leistung wollen. Unterstützt HTML Code, Blogs und einfache Onlineshops)


Shop-Software

Wann lohnt sich eine Online-Shop-Software?
Ob sich eine spezielle Online-Software für dich lohnt, hängt vom Schwerpunkt deiner Seite ab. Möchtest du primär informieren oder einen Blog betreiben lohnt sich eine spezielle Shop Software meistens nicht. Webeditoren lassen sich in der Regel einfacher und kostengünstiger für Suchmaschinen optimieren als Online-Shop-Systeme.

Wenn du unter 20 Artikel anbietest, nicht mit vielen Lieferanten und täglich schwankenden Beständen arbeitest, würde ich beim Webeditor bleiben. Einige Webeditoren bieten bereits grundlegenden Online-Shop Funktionalitäten und die wichtigsten Zahlungsmethoden an. Für einen kleinen Online-Shop sind diese Funktionen ausreichend.

Beinhaltet dein Webeditor keinen integrierten Shop hast du noch die Möglichkeit, externe Bestellsysteme per HTML Code einzubinden. Bitte prüfe dazu, ob dein Editor das Einbinden von individuellen HTML Code unterstützt.

Überschreitet dein Angebot die oben genannten Bedingungen kontaktiere mich zu einer persönlichen Online-Shop Beratung. Die Wahl eines passenden Shopsystems, ist sehr komplex und individuell. Eine Erläuterung aller Punkte würde den Rahmen dieses Textes sprengen.

Vorweg jedoch eine kleine Anmerkung. Bist du in Deutschland tätig würde ich wegen der Rechtssicherheit auf deutsche Anbieter setzen. Beispielhaft zu nennen sind dort JTL-Software und Gambio. Eine rechtssichere Anpassung ausländischer Systeme, an aktuelle Gesetze ist nach meiner Erfahrung sehr aufwendig und teuer.


Quellcode Qualität deines Editors

Um gute Suchergebnisse zu erzielen ist, die Quellcodequalität ein weiterer wichtiger Punkt. Stark verschachtelter oder fehlerhafter Quellcode ist für Suchmaschinen Crawler schwer zu lesen. Zudem verlangsamt der die Ladezeit deiner Seiten. Bilder mit hoher Farbtiefe und/oder Auflösung, reduzieren die Ladezeiten nochmals erheblich. Dabei sind kurze Ladezeiten ein sehr wichtiger Faktor für den Erfolg deiner Seite!

Lädt deine Seite zu langsam brechen Besucher ihren Ladevorgang ab, um in der Suchmaschine eine Wettbewerber Seite anzuklicken. Moderne Suchmaschinen erkennen langsame Ladezeiten als auch Ladeabbrüche und lassen diese in ihre Bewertung einfließen. Einige Systeme, beinhalten daher eine interne Bildoptimierung, welche deine Bilder in Abhängigkeit vom Endgerät automatisch verkleinert und optimiert. Eine weitere Funktion zur Ladezeitreduzierung ist „Lazy Loading“. „Lazy Loading“ sorgt dafür, dass nicht kritische und nicht sichtbare Inhalte (wie Skripte und Bilder), nicht beim ersten Seitenaufruf, sondern erst beim Scrollen nachgeladen werden. Deine Besucher Zufriedenheit als auch Suchmaschinen Platzierung können dadurch verbessert werden.

Derartige Funktionen sind Gold wert, sie ersparen dir viel Arbeit, wodurch du wertvolle Zeit für deine Inhalte und Marketing-Aktionen gewinnst!

Fehlerfreier und schlanker Quellcode, ist für den Erfolg deiner Seite sehr wichtig. Leider rühmen sich fast alle Systeme damit SEO freundlichen Quellcode zu erzeugen, dies entspricht nicht meiner Erfahrung. Einige Systeme Erzeugen einen sehr sauberen Quellcode und bieten eine interne SEO-Analyse an. Damit kannst du deine Seite bereits vor Veröffentlichung analysieren und optimieren. Andere Systeme erzeugen einen grausigen Quellcode, der deine Suchmaschinensichtbarkeit drastisch reduzieren kann.

In der Praxis hängt die Quellcode Qualität sogar von den verwendeten Zusatzmodulen ab. Durch Installation oder Einbindung eines Moduls können Fehler entstehen, die deine Suchmaschinen-Platzierung maßgeblich verschlechtern. Die Gefahr ist besonders gegeben, wenn du Zusatzmodule mehrerer Fremdanbieter Hersteller installierst. Manchmal genügt ein Klick oder eine kleine Einstellungsänderung in deinem Editor, um deine SEO-Optimierung zu ruinieren.

Das regelmäßige Scannen deiner Webseite mit SEO-Tools ist eine gute Möglichkeit, um deine Webseite zu überwachen. So kannst du Programmierfehler und Fehlkonfigurationen rechtzeitig erkennen, um unnötige Sichtbarkeitsverluste zu verhindern.

Wenn du optimale Sichtbarkeit erreichen möchtest, gelingt dies am besten, durch Schreiben von eigenem HTML und CSS-Code. Unterstützt dein Editor dies nicht, bleiben deine Optimierungsmöglichkeiten durch die technischen Vorgaben deines Editors begrenzt. Ob sich das Schreiben von eigenen Quellcode finanziell lohnt, hängt von deinen Zielen und dem Marktumfeld ab.


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